
Wer die Maremma zum ersten Mal besucht, entdeckt oft etwas Überraschendes: Die Region ist viel abwechslungsreicher, als man erwartet.
Innerhalb weniger Kilometer wechseln sich Küste und Hügellandschaften, mittelalterliche Dörfer und Wälder, Panoramastraßen und Weinberge ab. Die Maremma ist kein Ort, an dem man von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit eilen sollte. Vielmehr lädt sie dazu ein, langsamer zu werden, innezuhalten und einen Tag aus unterschiedlichen, aber nahe beieinanderliegenden Erlebnissen zusammenzustellen.
Wenn du einen Tagesausflug oder ein Wochenende in der Maremma planst, findest du hier einige Ideen, um die Alta Maremma zu entdecken und dabei auch einen Besuch bei Ampeleia einzuplanen.
Die schönsten Dörfer der Alta Maremma.
Eine der besten Möglichkeiten, die Maremma kennenzulernen, ist der Besuch ihrer historischen Dörfer.
Massa Marittima ist oft die erste Station – und das aus gutem Grund. Die Stadt gehört zu den schönsten Orten der Region und lässt sich hervorragend mit einem Tag in den Hügeln der Alta Maremma und einem Besuch bei Ampeleia verbinden. Das Herzstück bildet die Piazza Garibaldi, die als einer der schönsten mittelalterlichen Plätze der Toskana gilt. Über ihr erhebt sich die Kathedrale San Cerbone. Die zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert errichtete Kirche beeindruckt durch ihre Travertinfassade mit ihren zahlreichen Steinmetzarbeiten und ihre harmonischen Proportionen. Beim Spaziergang durch die Altstadt entdeckt man enge Gassen, Treppen und kleine Aussichtspunkte, die dazu einladen, das Tempo zu reduzieren. Zu den bekanntesten Kuriositäten zählt der sogenannte Fruchtbarkeitsbaum, ein Fresko im Palazzo dell’Abbondanza, das einen Baum mit ausgesprochen ungewöhnlichen Früchten zeigt.
Das Dorf Montemassi thront über den umliegenden Hügeln und bietet eines der bekanntesten Panoramen der Region. Noch kleiner und intimer wirkt Roccatederighi, ein auf Felsen erbautes Dorf mit verwinkelten Gassen, Aussichtsterrassen und überraschenden Blickwinkeln.
Auch Roccastrada lohnt einen Besuch. Der Ort gehört zu den wichtigsten historischen Zentren der Alta Maremma und liegt auf einer Anhöhe mit weitem Blick über die Landschaft. Kopfsteinpflaster, historische Gebäude und eine ruhige Atmosphäre machen ihn zu einem idealen Ziel für alle, die eine weniger touristische und authentischere Seite der Maremma kennenlernen möchten.
Etwas näher an Grosseto liegt Montepescali, das aufgrund seiner spektakulären Aussicht oft als „Balkon der Maremma“ bezeichnet wird. Von hier reicht der Blick über die Ebene bis zum Meer. Das gut erhaltene mittelalterliche Dorf eignet sich hervorragend für einen entspannten Spaziergang durch Gassen, kleine Plätze und Aussichtspunkte, die die Verbindung zwischen Hinterland und Küste sichtbar machen.

Natur, Wälder und Landschaften entdecken.
Die Maremma ist vor allem für ihre Küste bekannt. Doch das Hinterland hält einige der schönsten Erlebnisse der Region bereit.
Die Hügel der Alta Maremma werden von Panoramastraßen durchzogen, die sich durch Wälder, Weinberge und kleine Ortschaften schlängeln. Jede Jahreszeit verändert das Bild der Landschaft: das intensive Grün des Frühlings, die goldenen Töne des Sommers und die warmen Farben des Herbstes.
Auch ohne anspruchsvolle Wanderungen zu planen, reicht oft schon eine Fahrt durch diese Landschaft, um eine weniger bekannte Seite der Toskana kennenzulernen. Eine Seite, in der das Zusammenspiel von menschlicher Tätigkeit und Natur noch deutlich sichtbar ist.
Für Wanderfreunde bietet die Alta Maremma zudem zahlreiche Wanderwege unterschiedlicher Länge und Schwierigkeit. Von kurzen Spaziergängen bis hin zu längeren Routen durch Wälder, Hügel und Aussichtspunkte gibt es viele Möglichkeiten, die Region in Ruhe zu erkunden.
Wo man in der Maremma eine Weinprobe machen kann.
Zu den beliebtesten Aktivitäten der Region gehört natürlich die Weinverkostung. In den vergangenen Jahren hat sich die Maremma zu einem der spannendsten Weinbaugebiete der Toskana entwickelt – mit Weingütern, die sich in Größe, Geschichte und Philosophie stark unterscheiden.
Wenn du eine Weinprobe in der Maremma suchst, lohnt es sich, ein Weingut zu wählen, das mehr bietet als nur das Verkosten der Weine. Die Weinberge zu besuchen, die Landschaft kennenzulernen und die Arbeit hinter jeder Flasche zu verstehen, macht das Erlebnis deutlich umfassender.
Bei Ampeleia beginnt der Besuch mit der Landschaft und dem landwirtschaftlichen Betrieb, bevor der Wein selbst im Mittelpunkt steht. So lässt sich das Gebiet durch seine Wälder, Weinberge, Hügel und die tägliche Arbeit verstehen, die seinen Charakter prägen.

Ein Tagesausflug zwischen Massa Marittima, Roccatederighi und Ampeleia.
Wenn du nur einen Tag Zeit hast, kannst du problemlos eine abwechslungsreiche Route zusammenstellen, ohne lange Strecken zurücklegen zu müssen.
Der Morgen kann mit einem Spaziergang durch Massa Marittima und einem Kaffee in der Altstadt beginnen. Besuche die Kathedrale und halte Ausschau nach dem Fruchtbarkeitsbaum, bevor du weiter in die Hügel der Alta Maremma fährst, durch eine Landschaft, die nach und nach waldreicher wird.
Roccatederighi eignet sich perfekt für einen entspannten Spaziergang und einen Blick über die Umgebung. Von hier aus kannst du das Meer, die Insel Giglio und die Halbinsel Argentario sehen. In die andere Richtung eröffnet sich zudem ein wunderschöner Blick auf unsere Weinberge.
Von dort aus sind es nur wenige Minuten bis nach Ampeleia. Hier kannst du einige Stunden mit einer Besichtigung und Weinverkostung verbringen und einen landwirtschaftlichen Betrieb kennenlernen, der tief mit dem Gebiet verbunden ist, das du gerade durchquert hast.
Wenn du einen Tag in der Alta Maremma planst, lohnt es sich, einen Besuch bei Ampeleia in deine Route aufzunehmen. Die Station fügt sich ganz natürlich in den Tagesablauf ein, ohne Umwege oder komplizierte Planung.
Warum ein Weingutsbesuch zu einer Reise dazugehört.
Auf Reisen besucht man oft wunderschöne Orte, ohne wirklich zu verstehen, wie die Menschen dort leben und arbeiten.
Ein Besuch im Weingut eröffnet eine andere Perspektive. Er schafft einen direkten Bezug zum Gebiet über die Landwirtschaft, zeigt, wie Wein entsteht, und hilft dabei, die Landschaft besser zu verstehen. In einer Region wie der Maremma ist das besonders spannend, weil Wein, Wald, Dörfer und Landschaft Teil derselben Geschichte sind.
Manche Reiseziele bleiben wegen ihrer Schönheit in Erinnerung. Andere wegen dessen, was man dort verstanden hat.